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Narzissmus

Was hat Bodo Schiffmann mit Narzissmus zu tun? Eigentlich gar nichts. Aber da ich in einem Kommentar zu einem Video über seine Partei als Narzisst bezeichnet wurde, erlaube ich mir hier mal über Narzissmus nachzudenken. Es ist schon komisch, wie schnell Menschen mit solchen Beleidigungen um sich werfen. Narzissmus ist hierbei auch im Sorgerechtsbereich ein schnelles Diskreditierungsmittel. Und trotzdem: Es gibt Narzissmus:

Was bedeutet überhaupt das Wort Narzissmus? Was ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung? Wer überhaupt gilt als Narzisst?

Vorweg: Narzissen sind charmant, redegewandt, humorvoll und ziemlich selbstsicher. Sie ziehen die Aufmerksamkeit durch Ihre Ausstrahlung auf sich. Meistens, so meine Erfahrung, sehen sie auch ziemlich gut und sehr gepflegt aus. Soweit der erste Eindruck.

Wenn wir von einem Narzissten sprechen, sind es die Männer. Bei Frauen, so habe ich es mir mal erklären lassen, spricht man von Hysterie. Man sagt: Sie ist hysterisch.

Jeder von uns kennt sicherlich den Typen Chef, der immer recht hatte oder cholerisch wurde. Jeder von uns kennt einen Vater, der egozentrisch war oder aber auch der Opa nebenan, der mit allem skrupellos schimpfte. Und ja, nicht zu vergessen, die narzisstischen Ehemänner oder Partner.

Die nazisstischen Persönlichkeitsstörung

Aber wann sprechen wir von einer nazistischen Persönlichkeitsstörung? Und vor allem: Wann beginnt es uns extrem zu stören und unsere Nerven zu strapazieren?

Was macht den Narzissten aus

Lassen Sie uns gemeinsam mal schauen, wie die Narzissten ticken.

  1. Der Narzisst schein Star-Allüren zu haben. Er ist der schönste, der beste und duldet keine besseren als er selber. Nur seine Meinung gilt. Nur er weiß, wovon er spricht.
  2. Der Narzisst ist ein Egozentriker, der auch unsere Persönlichkeit manchmal angreift. Denn nur seine Interessen sind wichtig. Was andere dazu meinen hingegen ist irrelevant.
  3. Sie sind rücksichtslos in ihrem Umfeld.
  4.  Empathie ist ein Fremdwort für Narzissten. Das Gefühl der Anteilnahme fehlt vollständig.
  5. Narzissten lieben Macht und Ruhm. Sie sind meistens in der ersten Reihe und brauchen ständig die Anerkennung.
  6. Sie sind berechnend wenn es um die eigenen Interessen geht. Ein Narzisst ist der typische Kollege, der die Unterlagen der Kollegin/dem Kollegen nicht gibt und dem Chef dann sagt, er hätte nicht gewusst, dass der Andere die gebraucht hat. So ziemlich unkollegial
  7. Narzissten sind absolut keine Teamplayer, wenn sie im Team sind, dann haben sie natürlich das Sagen, sonst niemand.
  8. Sie sind arrogant.
  9. Sie gehen ohne Rücksicht auf Verluste durch das Leben.
  10. Sie streben immer nach Macht. Und wenn sie die Macht haben, brauchen sie auch mehr Macht.
  11. sind die Super-Schauspieler und das insbesondere in ihrer Opfer-Rolle.
  12. Narzissten können nicht zuhören, und wenn sie aus Versehen zuhören, dann verdrehen sie später die Worte im Mund und geben das falsch aber glaubhaft wieder.
  13. Narzissten wissen immer alles besser als andere. Sie freuen sich immer, wenn man sie nach ihrer Meinung fragt. Sie springen quasi in die Luft, wenn man diese als Berater im Freundeskreis wählt.
  14. Sie sind sehr redegewandt und dadurch auch immer manipulativ.
  15. Sie sind die Meister des ersten Eindrucks. Narzissten machen einen sehr guten ersten Eindruck, bis die Fassade anfängt zu bröckeln.
  16. Sie sind stets auf der Suche nach Lob und Anerkennung
  17. Nicht zu vergessen ist, dass sie immer das arme Opfer spielen, wenn was schief läuft. Insbesondere Ehemänner oder Ex-Partner können das sehr gut anderen verkaufen.
  18. Narzissten können sehr gut Druck ausüben. Dies können sie subtil und indirekt äußerst eindrucksvoll.
  19. Sie meiden emotionale Themen, denn sie können mit Emotionen überhaupt nicht umgehen.
  20. Narzissten kommen um ein Anspruchsdenken nicht herum.
  21. Narzissten denken, dass sie wertvoller sind als alle anderen Menschen in ihrem Umfeld.
  22. Sie üben manipulativ und subtil Druck aus
  23. Und all das ist leider meistens mehr schein als sein.
  24. Sie sind leider nicht loyal.
  25. Sie sind kritikunfähig. Man kann und darf Narzissten nicht kritisieren, denn sie denken, sie sind die Größten die Besten und alles dreht sich um sie herum.
  26. Sie sind sehr eitel.
  27. Sie bleiben bei ihrer Meinung, sind in vielerlei Hinsicht uneinsichtig.
  28. Und natürlich wollen sie immer bewundert werden.

Und was hat das alles mit Bodo Schiffmann oder mit mir? Das mag jeder von Euch selber beurteilen. Ich jedenfalls bin weder Psychiater noch Psychologe. Aber ich fand es erfrischend, die obigen Infos zusammenzutragen.

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Datenleck: Schiffmann räumt Skandal bei WIR2020 ein – Schlammschlacht mit Pauling?

Schiffmann räumt Skandal bei WIR2020 ein: Irgendwie treffen meine politischen Vorhersagen immer ein. Für mein Fail – Video betreffend der WIR2020 Gründung wurde ich noch geflamed, für meine Kritik an der Ordnung der neuen Partei auch. Nun musste Dr. Bodo Schiffmann bekanntgeben, dass sich WIR2020 anscheinend zu zerlegen beginnt. Ein neuer Skandal scheint also ins Haus zu stehen. Schiffmann gab bekannt, dass der bisherige Verfasungshütter Dr. Kai Pauling Daten gestohlen haben soll. Nebenbei erfährt man, dass dieser Kai Pauling, nicht irgendwer in dieser illustren Skandalpartei, von seinen Ämtern abgewählt und enthoben worden sein soll. Wie beides gleichzeitig gehen soll, das erwähnt Bodo Schiffmann nicht. Für mich ist klar, dass hier alles im argen liegt. Entweder man wählt ab, oder man enthebt. Bei beiden kann, wenn Formalia nicht eingeahlten wurden, durchaus Anfechtbarkeit bestehen. Wir hatten dasselbe ja bereits beim Widerstand2020, was Ralf Ludwig ja nun zum Re-Start veranlasst hat.

Die versprochene Transparenz fehlt. Es wird nicht mitgeteilt, weshalb eine Enthebung stattgefunden haben soll. Es wird nicht mitgeteilt, was die Gründe für das Zerwürfnis sind. Hier wiederholt sich die Geschichte, Transparenz wird angekündigt, aber nicht durchgeführt. Dr. Kai Pauling war ja in der Ur-Fassung der Satzung neben Schiffmann der starke Mann und Verfasungshütter, also nicht irgendjemand. Kann man auf so ein sandiges Fundament eine Partei bauen?

Nebenbei erfahren wir, dass die Daten der Mitglieder an einen externen Dienstleister weitergegeben wurden. Wurden die Menschen vor dieser Datenverwendung ordentlich aufgeklärt? Eine kurze Prüfung dieser Aussagen in der Datenschutzerklärung auf Schiffmanns Webseite ergibt, dass eine Weitergabe NICHT mitgeteilt wurde und damit auch unzulässig ist.

Eine Partei fordert also Freiheitsrechte und geht mit der Datenfreiheit seiner Unterstützer so Antidemokratisch um? Ein unauflöslicher Widerspruch, und deshalb ist für mich das Ende auch dieser Parteibewegung offenkundig. Schiffmann hat Fans, aber sobald er nicht liefert, wird sich seine Partei erledigen. Und sind wir einmal ehrlich: Niemand braucht Parteien, die auf eine Person zugeschnitten sind. Wer Komödienstadel-Parteien sucht, findet genug Input bei SPD und CDU. Auch da hat WIR2020 keinen Platz. Eine traurige Entwicklung, weil wir alle eine solche Freiheitsbewegung sicher gut brauchen könnten. Aber wenn, dann Demokratisch und unabhängig von Personen: WIR2020 ist beides nicht.

Update 8.7.:
Hier das Video von Kai Pauling, der meine Vermutungen, dass es hinter den Kulissen einen Machtkampf und wohl auch rechtlich problematische Handlungen gibt, bestätigt

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Familienrecht

5 Irrtümer über Jugendamt und Familiengericht

Wir hatten Euch ja unlängst 5 Dinge erzählt, die für den Umgang mit dem Jugendamt wichtig sind, damit ihr diese Fehler vermeidet. Jetzt wollen wir Euch die 5 Irrtüme über Jugendamt und Familiengericht benennen. Viele von Euch werden überrascht sein, weil es immer wieder falsch gedacht und ab und zu falsch gemacht wird. Also schaut rein und erzählt es weiter!

  • Das Jugendamt kann mir das Sorgerecht entziehen
  • Das Jugendamt entscheidet, wann ich Umgang haben darf und wann nicht
  • Gegen das Jugendamt kann man kein Ordnungsgeld beantragen
  • Das Jugendamt entscheidet, was das Gericht zu beschließen hat
  • Das Gericht muss sich auf die Meinung des Jugendamtes verlassen

5 spannende Themen, findet Ihr nicht? Doch was genau ist gemeint bei diesen 5 Irrtümern über Jugendamt und Familiengericht?

 

Das Jugendamt kann mir das Sorgerecht entziehen

Das wird oft falsch gesagt. Richtig ist, dass das Jugendamt ein Kind herausnehmen kann, wenn Gefahr im Verzug besteht. Es muss sich dann aber die Voraussetzungen des §8a SGB VIII berücksichtigen, insbesondere Satz 2 in Absatz 2:

Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.

In diesem Fall muss das Jugendamt das Kind sogar in Obhut nehmen, es darf nicht abwarten. Davon unberührt ist aber das elterliche Sorgerecht. Dieses kann nur durch das zuständige Familiengericht (in der Regel am Wohnort der Familie bzw. des Kindes) vornehmen. Eine Entscheidung des Familiengerichtes ist dann durch das Jugendamt herbeizuführen, außer Ihr stimmt der Inobhutnahme zu. Diese Zustimmung ist aber jederzeit frei widerruflich. Wenn die Eltern gemeinsame Sorge haben, müssen beide Zustimmen für einen Widerruf. Dies wird oft ausgenutzt, indem man Eltern gegeneinander ausspielt.

Das Jugendamt entzieht also keine Sorge. Es schützt nur ein Kind – so zumindest die Theorie – wenn keine anderweitige Abhilfe möglich ist.

 

Das Jugendamt entscheidet, wann ich Umgang haben darf und wann nicht

Tatsächlich entscheidet der, der das Umgangsbestimmungsrecht innehat, wann Umgang stattfindet, wann nicht, wie lange usw. Das Jugendamt berät zwar oft Elternteile und empfiehlt ein vorgehen. Aber es entscheidet nicht. Wenn also Euer Expartner sagt, das Jugendamt habe den Umgang untersagt, ist dies falsch. Gibt es einen Beschluss über Umgang, wäre ein solcher „Rat“ oder „Befehl“ sogar eine Entziehung Minderjähriger und damit nach §235 StGB strafbar. Dies kann daher auch für Mitarbeiter von Heimen oder begleiteten Umgangsstellen gelten (siehe Corona-Krise und die Umgangsverweigerung durch Behörden). Nur wenn das Jugendamt als Ergänzungspfleger auch für das Umgangsbestimmungsrecht bestellt ist, kann es hierüber entscheiden. Da aber eine Umgangsentscheidung des Familiengerichtes immer milderes Mittel ist, sollte es diese Fälle beinahe nicht geben.

 

Gegen das Jugendamt kann man kein Ordnungsgeld beantragen

Doch, das hat der BGH für Umgang explicit festgestellt (BGH, Beschluss vom 19.02.2014 – XII ZB 165/13)

Gegen das Jugendamt, das in seiner Eigenschaft als Amtsvormund an einem gerichtlich gebilligten Umgangsvergleich beteiligt ist, kann im Fall der Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld festgesetzt werden. Dass im Rahmen der – dem Rechtspfleger übertragenen – Aufsicht über die Amtsführung des Vormunds
die Festsetzung eines Zwangsgelds gegen das Jugendamt gesetzlich ausgeschlossen ist, steht dem nicht entgegen.

Quelle

Wenn das Jugendamt Verpflichteter eines Vollstreckungstitels ist (aber auch nur dann!) gelten die Vorschriften des §89 FamFG auch. Daran ändert auch nichts, dass Zwangsgeld ausgeschlossen ist,w eil eben nach diesem Paragraphen Ordnungsgeld ausgesprochen wird. Das Jugendamt ist daher ebenso verantwortlich für den Umgang wie Dritte und kann insoweit genauso bestraft und zur Rechtschaffenheit angehalten werden. Gebt also nicht auf!

 

Das Jugendamt entscheidet, was das Gericht zu beschließen hat

Das Jugendamt hat nur eine Mitwirkungspflicht gem. §50 SGB VIII:

(1) Das Jugendamt unterstützt das Familiengericht bei allen Maßnahmen, die die Sorge für die Person von Kindern und Jugendlichen betreffen. Es hat in folgenden Verfahren nach dem Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit mitzuwirken:

1.
Kindschaftssachen (§ 162 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit),
2.
Abstammungssachen (§ 176 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit),
3.
Adoptionssachen (§ 188 Absatz 2, §§ 189, 194, 195 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit),
4.
Ehewohnungssachen (§ 204 Absatz 2, § 205 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit) und
5.
Gewaltschutzsachen (§§ 212, 213 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit).
(2) Das Jugendamt unterrichtet insbesondere über angebotene und erbrachte Leistungen, bringt erzieherische und soziale Gesichtspunkte zur Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen ein und weist auf weitere Möglichkeiten der Hilfe hin. In Kindschaftssachen informiert das Jugendamt das Familiengericht in dem Termin nach § 155 Absatz 2 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit über den Stand des Beratungsprozesses.
(3) Das Jugendamt, das in Verfahren zur Übertragung der gemeinsamen Sorge nach § 155a Absatz 4 Satz 1 und § 162 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit angehört wird oder sich am Verfahren beteiligt, teilt gerichtliche Entscheidungen, aufgrund derer die Sorge gemäß § 1626a Absatz 2 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs den Eltern ganz oder zum Teil gemeinsam übertragen wird, dem nach § 87c Absatz 6 Satz 2 zuständigen Jugendamt zu den in § 58a genannten Zwecken unverzüglich mit. Mitzuteilen sind auch das Geburtsdatum und der Geburtsort des Kindes oder des Jugendlichen sowie der Name, den das Kind oder der Jugendliche zur Zeit der Beurkundung seiner Geburt geführt hat.
Quelle

Irrtum: Das Gericht macht nicht nur das, was das JA vorschlägt

Für Eltern klingt das oft anders, weil das Gericht oft das macht, was das Jugendamt vorschlägt. Dann treffen sich die Mitarbeiter noch im Gericht in anderen Verfahren, gehen gemeinsam Kaffee trinken mit dem Gericht und man trifft sich beim Jugendhilfeausschuss. Doch trotzdem entscheidet nur der Richter. Der versteckt sich oft hinter den Empfehlungen, weil er keine pädagogische Ausbildung hat und weil er sich auf seine eigenen Augen nicht verlässt, Kinder nicht besucht und selber vielleicht auch keine hat. Doch ist dies kein Grund anzunehmen, dass das Jugendamt entscheidet. Rechtlich ist es normal, dass sich das Gericht in Bereichen, wo es keine Ahnung hat, hilfe holt. Niemand würde erwarten, dass ein Richter ein Auto reparieren oder einen Schaden schätzen kann an Auto. Und dasselbe ist es beim Familiengericht mit dem Jugendamt. Dass Richter es sich zu einfach machen, nicht die Familien besuchen und sich das Kind oft zu kurz ansehen und selten in der Interaktion mit den Eltern ist ein Mangel der Verfahrensführung, aber kein Beweis dafür dass tatsächlich das Jugendamt entscheidet.
Mir sind auch vom Ergebnis her keine illegalen Absprachen bekannt. Wer etwas anderes beweisen kann: Sendet es mir zu!

Das Gericht muss sich auf die Meinung des Jugendamtes verlassen

Auch das gilt nicht. Denn das Jugendamt unterstützt zwar das Gericht und berät es, aber ein guter Richter wird sich immer auf seine eigenen Einschätzungen, seine eigenen Augen und Erfahrungen verlassen und nicht blind dem Jugendamt folgen. Ich habe das zum Beispiel in München erlebt, dass eine Richterin sich nach der Kindesanhörung gegen die Meinung des Jugendamtes stellte und sich weigerte, eine einstweilige Anordnung auf Herausnahme des Kindes zu erlassen, weil es dem Kind ja offenbar sehr gut ging. Nur weil viele Richter zu bequem sind oder sich auf ein Kind nicht einlassen können und wollen, heisst dies nicht, dass  das Gericht sich auf die Meinung des Jugendamtes verlassen muss.

Ergebnis

Ihr solltet deshalb immer gut abwägen, ob ihr gegen das Gericht und das Jugendamt schiesst. Fehler passieren, das ist mir sehr wohl bewusst. Trotzdem sollte man nicht alle zu seinem Feind machen. Gebt dem Gericht die Chance, das Verfahren positiv zu beenden, appeliert an dessen Sachkunde, gebt ihm Beweise gegen die Meinung des Jugendamtes an die Hand. So schafft ihr es, Euch einen von mehreren Beteiligten vielleicht gewogen zu stimmen. Geht gegen das Jugendamt hart vor, wenn Umgänge vereitelt werden – so jemand ist nämlich auch nicht geeignet, Vormund oder Ergänzungspfleger zu sein. Ich hoffe, dass diese 5 Irrtümer über Jugendamt und Familiengericht euch ein wenig helfen.

Videos zum Thema Familienrecht allgemein findet Ihr in der Playlist „Familienrecht“ auf YouTube:

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Fünf Fehler im Umgang mit dem Jugendamt

Fünf Fehler im Umgang mit dem Jugendamt, die immer wieder vorkommen und die sich so einfach vermeiden lassen, will ich Euch heute vorstellen. Reden wir nicht herum, jeder Fehler weniger hilft Euch im Kampf um Eure Kinder:

Fehler Nummer 1: kein Zeuge beim Gespräch

Muss ich das Gespräch beim Jugendamt mit einem Zeugen führen? Muss ich einen Zeugen mitbringen zum Gespräch mit dem Jugendamt?

Ja! Eindeutig ein ja. Niemals ohne Zeugen ein Gespräch beim Jugendamt führen. Die Gründe sind ganz einfach. Wir unterstellen hier noch niemals eine böse Absicht von der Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Jugendamtes. Sondern die Tatsache ist die, dass was sie meinen und sagen vielleicht (und meistens ist das so) ganz anders verstanden wird beim Jugendamt.
Ein einfaches Beispiel soll das verständlich machen:

Sie sagen: „Ich war bei der Bank“ im Gespräch. Jugendamtsmitarbeiter/in versteht: Sparkasse.
Sie aber meinten nicht die Sparkasse, sondern die Sitzbank.

So einfach können Kommunikationsprobleme entstehen und schon haben wir ein Missverständnis.


Ganz wichtig also: Nehmen Sie Zeugen mit zum Gespräch beim Jugendamt, damit Sie später nachweisen können, was Sie wirklich gesagt haben und was nicht. Machen Sie Notizen, so dass es die Gegenseite sieht. Das verunsichert die anderen und stärkt ihre Position.

Zeugen sind deshalb so wichtig, da die Ämter auch sich Aktennotizen machen. Sie wissen nicht, was in die Akte notiert wird. Wenn ein Missverständnis da sein sollte und dies später Ihnen vorgeworfen wird und Sie einen Zeugen beim Gespräch dabei hatten, dann kann man das Missverständnis eher aus dem Weg räumen, als ohne Zeugen.

Fehler Nummer 2: SPFH im Hause ohne Bedarfsanalyse

Muss ich eine sozialpädagogische Hilfe (SPFH) ohne Grund akzeptieren?

Nein!

Dennoch, es ist zu empfehlen, dass Sie sich die konkreten Gründe von der/dem Jugendamtsmitarbeiter/in anhören, bevor Sie ja oder nein zu einer SPFH sagen.

Es ist gut, wenn vorher eine Bedarfsanalyse gemacht wird. Denn es macht keinen Sinn beispielsweise einer alleinerziehenden Mutter eine SPFH ins Haus zu schicken, wenn Sie eigentlich eine Babysitterin bräuchte, damit sie eine Entlastung hat, wenigstens für ein paar Stunden.

Fehler Nummer 3 – sofort ja sagen für ein Mutter-Kind-Heim

Muss ich sofort in ein Mutter-Kind-Heim gehen, wenn das Jugendamt das von mir will?

Nein, zumindest nicht vorschnell. Zunächst kann auch hier eine Analyse stattfinden, was tatsächlich in der Familie für einen Bedarf es gibt. Und Sie dürfen auch mitentscheiden, in welches Heim Sie gehen möchten

 

Fehler Nummer 4 – keine Gesprächsbasis finden

Was mache ich, wenn ich keine Gesprächsbasis finden kann?

Bevor Sie alles aufgeben und sich hier und da beschweren, wäre mein Vorschlag: Schreiben Sie dem/der Mitarbeiter/in des Jugendamtes eine kurze Mail mit dem Wunsch einer Mediation/Vermittlung. Schreiben Sie, dass Sie sich mißverstanden fühlen und sich eine gemeinsame Kommunikationsebene wünschen. Die Mediation ist nicht nur Streitschlichtung oder Lösungsfindung, sondern diese kann auch helfen die Kommunikationsebene wieder herzustellen.
Den Umgang miteinander können Sie mitgestalten. Hier finden Sie weitere Informationen über die Mediation:
http://umgang.online/

Auch auf den Seiten des Justizministeriums finden Sie Informationen über Mediation:

https://www.bmjv.de/DE/Themen/GerichtsverfahrenUndStreitschlichtung/Mediation/Mediation_node.html

Fehler Nummer 5 – die Bedenken des Jugendamtes nicht ernst nehmen

Muss ich die Bedenken vom Jugendamt ernst nehmen?

Ja, unbedingt. Denn, die Bedenken belegen die Zielrichtung und was die Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Jugendamtes vor hat. Nur so können Sie auch zeitnah gegensteuern oder aber auch Gegenbelege bringen.

Ein Beispiel kann das verdeutlichen:

Beispiel: Jugendamt wirft Ihnen vor, dass das Kind nicht in den Kindergarten gehe und dies schädlich wäre. Sie können dann damit ggfl. argumentieren. Dass es gar keine Kindergartenpflicht es gibt oder aber auch die Möglichkeit zwei (diese ist sogar besser): Sie sagen, dass das Kind in die Krabbelgruppe geht, zum Judo oder in eine Tanzschule usw.

Fazit zu Fünf Fehler im Umgang mit dem Jugendamt

Das sind 5 klassische Fehler, die beinahe jeder schon gemacht hat, wenn er das erste Mal mit dem Jugendamt in Kontakt kommt. Keine Sorge, die meisten davon kann man ausbügeln. Aber wie immer gilt: Es ist einfacher, sowas zu vermeiden als danach das ganze aufwendig abändern und richtigstellen zu müssen. Und manchmal Scheitern verfahren auch an solchen Aspekten. Fünf Fehler im Umgang mit dem Jugendamt, die sollte jeder von Euch ab sofort vermeiden können! Teilt diesen Tip!

Falls Ihr ein offenes Ohr oder Unterstützung braucht, dann könnt Ihr Euch auch an die Kartalstiftung wenden. Eine kurze Mail vorab wäre jedoch sinnvoll.

Diese findet Ihr auf den Seiten:

http://www.kartalstiftung.org
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Allgemein Politik und News

Der Corona Ausschuss kommt

Ab nächster Woche tagt der Corona Ausschuss,  ein Untersuchungsausschuss auf privatrechtlicher Basis. Ich habe die Seite Corona-Ausschuss.de und die Stiftung sowie die Stiftungsvorstände und Beiräte ja bereits gestern im Video vorgestellt. Hier also nochmals die relevante Fakten:

Vorsitz der Stiftung Corona Ausschuss

Der Ausschuss wird von der Stiftung Corona Ausschuss ausgerichtet. Vorsitzende der Stiftung sind

  • Viviane Fischer, RAin und Volkswirtin
  • Dr. Reiner Füllmich, RA
  • Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immunologe und Toxikologe
  • Prof. Dr. Stefan Homburg, Finanzwissenschaften

Fachlicher Beirat der Stiftung Corona Ausschuss

Ausserdem gibt es einen Beitrat, der weitere Sachkunde beitragen soll:

  • Professor i.R. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Mediziner, Coronakritiker
  • Prof. Dr. Christof Kuhbandner, Pädagoge
  • Adelheid von Stösser, Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe
  • Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Komplementärmedizin
  • Dr.med. Hans-Joachim Maaz, Psychiater
  • Dorothea Seth-Blendinger, Schulleiterin

Ich muss schon sagen, das finde ich eine tolle Mischung. Die öffentliche Diskussion wird ja von Virologen wie Kekule, Streeck und Drosten dominiert. Dass nunmehr mehrere Professionen zusammen dem Problem auf den Grund gehen, halte ich nicht nur für eine äußert sinnvolle, sondern auch eine gute und wichtige Entwicklung. Wir haben ein gesamtgesellschaftliches Problem mit den Corona Auswirkungen. Kinder sind besonders betroffen, so dass Psychiater und Pädagogen hervorragend geeignet sind für die Aufklärung einzustehen. Die Untersuchungsausschüsse des Bundes sind da ja ganz anders: Mehr auf Parteizugehörigkeit und weniger auf Kompetenz zugeschnitten.

Das hat der Corona Ausschuss vor:

Die Frage nach der Notwendigkeit und Verhältnissmässigkeit der von den Bundes- und Landesregierungen zur Abwehr des Corona-Virus verhängten Massnahmen beschäftigt – insbesondere angesichts wachsender Kollateralschäden – viele und immer mehr Menschen.

JuristInnen und WissenschaftlerInnen haben sich nun zusammengetan, um diesen Fragen ein Forum zu geben. Es wird geleitet von der Rechtsanwältin Viviane Fischer, dem Rechtsanwalt Dr. Reiner Füllmich, dem Immunologen Prof. Dr. Stefan Hockertz und dem Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Homburg.

Weitere ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis unterstützen die Suche nach Antworten .

Die Untersuchung soll zeigen, warum die Bundes- und Landesregierungen beispiellose Beschränkungen verhängt haben und welche Folgen dies für die Menschen hatte. Zugleich sollen wissenschaftlicher Studien auf diesem Gebiet gefördert werden.

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Ich finde es bereits gut, dass man ergebnissoffen die Auswirkungen und Folgen hinterfragen möchte. Es geht nicht um eine Richtung, ob Corona gefährlich oder ungefährlich ist, sondern um die gesamtheitlichen Auswirkungen und Folgen auf die Menschen und die Förderung von Studien. Parteipolitische Untersuchungsausschüsse sind hier oft anders geschneidert und weniger am Ergebnis orientiert.

Das Coronavirus-Geschehen ist in Deutschland nun fast gänzlich zum Erliegen gekommen. Durch eine Vielzahl von Studien ist inzwischen belegt, dass Letalität und Mortalität grippeähnliches Ausmass haben. Eine Überlastung des Gesundheitssystems ist nicht auch nur annähernd eingetreten.

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Das ist zwar eine Rücknahme des oben geschilderten neutralen Vorgaben, aber eben auch faktenbasiert.

Die Corona-Massnahmen der Regierung, insbesondere der in großer Panik verhängte Lockdown, haben jedoch, wie immer deutlicher wird, massive soziale, psychische, gesundheitliche, kulturelle und wirtschaftliche Kollateralschäden hervorgerufen: Millionen zusätzliche Arbeitslose und Kurzarbeitende, Unternehmen in der Pleite, Übersterblichkeit bei den isolierten alten Menschen, gesundheitliche Minderversorgung der Bevölkerung durch eine große Anzahl verschobener OPs und aus Angst unterbliebener Arztbesuche, vermehrt Suizide, großer Zuwachs an Kindesmisshandlungen, Traumatisierung und “neues” angstbesetztes Sozialverhalten der Menschen. Viele Grundrechte waren und sind auf der Basis eiligst forcierter Rechtsänderungen weiterhin eingeschränkt und das neue geltende Recht ermächtigt die Regierungen von Bund und Ländern auch nach Beendigung dieser Pandemie Bürgerrechte bei Bedarf einzuschränken, die demokratischen Prozesse wurden verkürzt und ausgesetzt (z.B. verschobene Wahlen). Unsere freiheitlich-demokratischen Strukturen wurden verändert. Die Demokratie hat damit grossen Schaden genommen. Viele Menschen empfanden und empfinden die Maßnahmen als entwürdigend und entmündigend.

Ich finde es Schade, dass wieder Misshandlungen von Kindern behauptet werden. Da bläst man eigentlich unreflektiert in das Horn der Bundesregierung. Sehr, sehr traurig. Dass Wahlen bisher verschoben wurden, ist mir nicht bekannt. Welche meinen die?

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Soziale und psychische Probleme nach Lockdown aufarbeiten

Wir müssen die sozialen Probleme von Obdachlosen , Selbstständigen und Studenten, Künstlern und Freischaffenden ebenso betrachten wie die psychische Belastung von Eltern, die das Homeschooling ohne staatliche und lehrertechnische Unterstützung meistern mussten, Kinder, die isoliert wurden, Menschen, die nicht operiert wurden oder sich nicht behandeln lassen wollten. Warum sich hier die Regierung weigert, dies anzuerkennen und zu eruieren, ist für mich unfassbar. Deshalb unterstütze ich den Corona Ausschuss.

Nach Abebben der Virus-Panik steht nun die sachliche und schonungslose Analyse des Gesamtgeschehens einschließlich des staatlichen Krisenmanagements von Bund und Ländern an, u.a. um für künftige Pandemien bestmöglich vorbereitet zu sein im Sinne einer strukturierten Pandemic Preparedness. Dazu gehört auch eine Bilanz oder Zwischenbilanz der eingetretenen Schäden, die jeweils dem Virus oder den verordneten Maßnahmen zugeordnet werden müssen.

Die Zeit drängt, weil es jederzeit dazu kommen kann, dass ein Virusgeschehen und/oder ein suboptimales Krisenmanagement zu möglicherweise vermeidbaren Schäden und Opfern führen könnte.

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Transparenz durch Livestreams

Auf die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der erfahrungsgemäss einen längeren Vorlauf hat, kann nicht gewartet werden. Daher setzen wir nun einen eigenen Corona-Ausschuss auf. Dieser wird über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen ab dem 6. Juli 2020 in wöchentlichen Sitzungen ExpertInnen und ZeugInnen zu einer Vielzahl von Fragen zum Virus, zum Krisenmanagement und den Folgen hören. Dabei sollen insbesondere auch die bis dato noch wenig evaluierten Kollateralschäden des Lockdowns näher beleuchtet werden.

Die Sitzungen werden live gestreamt und bleiben als Aufzeichnung verfügbar. Bürger können sich durch Beiträge im Chat und per Mail an der Diskussion beteiligen. Im August werden der Öffentlichkeit die Ergebnisse dieser Sitzungsrunde in einem Abschlussbericht vorgestellt. Gegebenenfalls werden weitere Sitzungsrunden folgen.

Alle beteiligten Personen sind den Grundsätzen wissenschaftlicher Evidenz verpflichtet und ohne persönliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Interessenkonflikte gewillt, eine sachliche Diskussion zu den verschiedenen Themenkreisen zu führen.

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Alles in allem bin ich angetan von dieser Initiative. Sie schaffen was, ohne groß zu lamentieren oder anzukündigen. Erst liefern, dann reden, anders als die Schiffmanns und Ludwigs. Wie sehr Ihr das? Diskutiert mit mir!