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Analyse zur Polizeigewalt in Göttingen und Dresden

Polizeigewalt oder natürliche Reaktionen? Das Wochenende spaltet die Menschen. War die Ohrfeige in Göttingen gerechtfertigt? War in Dresden nur ein flapsiger Spruch oder schon eine Drohung? Meine Analayse zur Polizeigewalt vom Wochenende in Göttingen und Dresden in diesem Video.

Analyse: Was war in Göttingen passiert?

Ruhestörung. Zum wiederholten Mal. Polizei im Einsatz. Was sie nicht weiß: Der Störer ist live auf Discord unterwegs. Was dann passiert, ist in diesem Tweet verzeichnet:

Der Störer sagt ihrend etwas und dann – eine Ohrfeige. Was er gesagt hat, ist nicht zu hören, auch nicht was die Polizisten sagten. Das ist so auch richtig, weil es sonst heimliche Aufnahmen von nichtöffentlich gesprochenen Worten sein könnten, hat nichts mit Schutz des Störers zu tun.

Doch kommt es darauf an, was er sagte? Gibt es für Gewalt eines trainierten Polizeibeamten eine Rechtfertigung? Meine Meinung im Video:

Doch was macht die Polizei? Die sieht den Schlag menschlich erklärbar. Eine vorsätzliche Körperverletzung, Selbstjustiz. Welche Beleidigung hierzu geführt hat bleibt unbekannt.

Die Diskussionen sind verheerend. Was muss sich die Polizei alles bieten lassen? Ist doch nur eine Ohrfeige. Ich sehe das anders. Es ist ein schlechtes Vorbild für alle. Sollen wir alle jetzt Selbstjustiz üben? Wie würde die Polizei reagieren wenn dieser junge Mann zugeschlagen hätte? Was meint Ihr?

Das Problem ist die Polizeiführung, die hier etwas unentschuldbares entschuldigt. Natürlich ist es nicht schön was Polizisten über sich ergehen lassen müssen. Aber man darf trotzdem so nicht agieren. Niemals. Sonst herrscht bald Bürgerkrieg.

Analyse: Dresdens Antifa und die Schusswaffe

In Dresden dasselbe: Demo für Moriaflüchtlingsaufnahme. Die Polizei will ein blockiertes Gleis räumen. Es wird ein Nebelkorb entzündet, und dann entzünden sich die Gemüter:

Der Einsatzleiter geht auf die Demonstranten zu und sagt dann: „Wenn Du mich schubst, fängst Dir ne Kugel“

Dann greift er zur Pistole. Auch hier kontroverse Diskussionen: War es eine Drohung? War es keine? Muss man sich so angreifen lassen? Darf ein Polizist dies?

Wieder ist die Führung einig: Sagen hätte er es nicht dürfen, aber ein Disziplinarverfahren deshalb? Er wollte ja nie schießen. Oder so.

Auch hier die Frage: Was wäre gewesen, wenn ein Antifa-Mitglied genau dasselbe gesagt und gemacht hätte gegenüber einem Polizisten? Hätte es dann Tote gegeben? Wäre es dann ok gewesen?

Konklusion

Unser Staat hat ein Problem. Er hat seine Hilfsbeamten nicht mehr im Griff. Und dies ist gefährlich. Irgendwann wird es deswegen Tote geben, weil sich die einen Wehren gegen eine Gefahr wie Pistolen oder weil die andere Seite auch zuschlägt statt zu reden. Dies vorallem, weil Anzeigen – G20 Gipfel lässt grüssen – gegen Polizeibeamte in der Regel zu keinem Ergebnis führt. Der Staat schützt den Staat. Und das führt irgendwann dazu, dass Menschen denken sich selber schützen zu müssen. Das möchte ich nicht. Für Gewalt, ob erfolgte oder angedrohte, ob körperliche oder psychische, gibt es keine Begründung. Deshalb ist dieses Wochenende ein schwarzes für uns alle. Nicht wegen der Aussetzer der Beamten. Sondern wegen der wohl abgewogenen Handlungen der Führung.

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