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Familienrecht

Die Sorgerechtsverfügung

Warum braucht man eine Sorgerechtsverfügung? Und was ist eine Sorgerechtsverfügung?

Der Staat hat viel Macht. Je weniger man selber vorsorgt, desto leichter kann er seine Ziele erreichen. Ohne eine Sorgerechtsverfügung entscheidet das Gericht bei Tod oder schwerer Krankheit, die es unmöglich macht sich um seine Kinder zu kümmern, uneingeschränkt. Das mag manchmal im Sinne der Kinder oder Eltern sein, führt oft aber zu neuen Problemen.

Die Sorgerechtsverfügung soll den Willen einer Mutter, eines Vaters oder beider Eltern retten. Wenn Eltern tatsächlich nicht mehr Eltern sein können, weil sie psychisch oder körperlich dazu nicht mehr in der Lage sind, soll deren Wille fortgesetzt werden. Und dazu soll die Person als Vormund bestellt werden, die am ehesten den elterlichen Wünschen und Idealen nahe kommt. Ein Richter, der weder die Familie noch die Kinder kennt und kennen will, ist hier nicht in der Lage, eine sachgerechte Entscheidung zu treffen. Eltern kennen die Kinder und deren Bedarf und Beziehungen am Besten. Und genau hier setzt eine Sorgerechtsverfügung an. Sie ist landläufig auch unter dem Begriff „Elterntestament“ bekannt. Sie ist ein Testament, aber regelt keine finanziellen Dinge, sondern wer ein Kind erzieht.

Sorgerechtsverfügung im Streitsfall

Wichtig auch im problematischen Streitsfall: Man kann auch aufschreiben, wer warum ein Kind nicht erziehen kann und soll.

Was gibt es zu beachten?
Schaut einfach mal in dieses Formular rein.

Bitte schreibt es vollständig handschriftlich, weil ihr sonst Gefahr lauft, dass es nur teilweise anwendbar ist (bei psychischer Krankheit z.B.), nicht aber bei Tod.

Das unangenehme ist der Bereich, auszuführen wer nicht geeignet ist. Damit kann man viel emotional Stress verursachen. Man sollte den Inhalt dieser Vollmacht/Verfügung/Testament nicht zu groß herumerzählen, gleichwohl wird empfohlen diese Verfügung gut und sicher zu deponieren.

Das Gericht ist auf das, was dort niedergelegt ist, festgelegt und muss sich daran halten.

Ähnliche Themen sind die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht/Betreuungsvollmacht. Eltern sollten alle drei ausgefüllt haben und hinterlegen.

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