Familienrecht

Gründe, keinen Anwalt mit ins Familiengericht zu nehmen

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5 Gründe, keinen Anwalt mit ins Familiengericht zu nehmen.

5 Gründe, einen Anwalt mit ins Familiengericht zu nehmen.

Es ist eine Diskussion, die sich seit Jahren durch die Medien zieht. Wofür braucht man einen Rechtsanwalt, ist das Privileg des Anwaltsprozesses am Landgericht noch zeitgemäß oder ein Relikt aus lange vergangenen Zeiten, das den Anwälten Mandate zuschustern soll und das analphabetische Mandanten ausnimmt?

Ich habe mich mit 2 Videos mit der Thematik beschäftigt, die Ihr beide ansehen solltet. Dieser Text hier ist unabhängig davon relevant und beinhaltet eigenständige Inhalte.

Video 1: 5 Gründe, keinen Anwalt mit ins Familiengericht zu nehmen

Soll ich jetzt einen Anwalt mitnehmen oder nicht? Ich habe mehr Fragen als Antworten…

Und nun Video 2:

5 Gründe, einen Anwalt mit ins Familienverfahren zu nehmen

Es kommt halt immer draufan. Ich bin Jurist und mache daher ungern Menschen ihr Geschäftsmodell kaputt, das auch einmal meines war. Anwälte sind grundsätzlich eine große Hilfe, wenn sie den Sachverhalt verstanden haben und sich im Rechtsgebiet auskennen. Dies ist aber auch unabhängig vom Rechtsgebiet gegeben, weil alleine die prozessuale Situation soviele Fallstricke beinhaltet. Ein Anwalt wird aufgrund seiner Erfahrung in neuen Situationen professionell bleiben. Er wird sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Er wird Antworten haben, ohne aus der Form zu fallen.

Qualität ein Grund, keinen Anwalt mit ins Verfahren zu nehmen

Das Problem ist gleichwohl die Qualifikation. Gerade im Sorgerechtsbereich sind zuviele Juristen unterwegs, die nur Dienst nach Vorschrift schieben, so wie man es immer schon gemacht hat. Dann ist es klar, dass man keinen Anwalt in so einer Verhandlung braucht. Denn dann kommen schnell falsche, weil schnell erledigende (für den Anwalt) Lösungen wie „Gutachten teilnehmen„, ohne auf die Probleme  eines Falschgutachtens hinzuweisen.
Dabei ist es nicht unbedingt ein Qualitätshinweis, nur weil jemand Fachanwalt ist. Dass die Qualifikation Fachanwalt einfach zu erreichen ist, hatte ich in meinem autobiographischen Buch bereits geschildert.

An dieser Sichtweise hat sich nichts geändert. Die Kammern haben auch gar keine Möglichkeit, die Qualifikation wirksam zu prüfen. Unpopulär ist dabei aber auch oft das relevante Problem: Anwälte, die fair bezahlt werden nach Stundensätzen oder hohes Pauschalhonorar (3.-5.000 €), haben einfach mehr Luft in die Falltiefe einzusteigen.

Manchmal ist es aber eben auch von Belang, dass man bewusst naiv spielt und dem Gericht die Nichtvertretung vorgaukeln möchte. Das kann man ohne Anwalt sicherlich besser erreichen. Es gibt durchaus Richter, die nachgiebiger sind bei einer unvertretenen Partei als wenn ein Anwalt mit im Familienrecht anwesend ist.

 

Wie sind Eure Erfahrungen? Diskutiert es mit mir in den Kommentaren!

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