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Katholische Kirche zahlt Anwaltskosten bei Kindesmissbrauch!

Titel des Artikels als Symbol

Es ist ein Skandal sonders gleichen: Die Katholische Kirche zahlt Anwaltskosten bei Kindesmissbrauch, um den beschuldigten Priester „nicht im Regen stehen zu lassen“. Das sind Originalaussagen des ehemaligen Kölner Kardinals Meissner, wie sie die Bildzeitung nun zitiert:

„Kardinal (Joachim) Meisner (✝︎ 2017) nimmt die Beurlaubung von Pfarrer U. mit sofortiger Wirkung zurück und setzt ihn erneut in der Krankenhausseelsorge in Wuppertal ein. Pfarrer U. erhält vom Erzbistum 3000 Euro Zuschuss für die entstandenen Rechtsanwaltskosten als „Zeichen des Erzbistums Köln, [Pfarrer U.] in der Situation der Ermittlung nicht gänzlich im Regen stehen lassen zu wollen.“

Quelle: Bild

Auch dass man die Mutter der Opfer bestochen hatte, scheint für die katholische Kirche kein Grund gewesen zu sein, sich zu distanzieren. Meißner, 2017 verstorben, kann man nicht befragen, jedoch den damaligen Personalchef und jetzigen Bischof von Hamburg. Dieser bestreitet jede Vertuschung – natürlich:

Erzbischof Stefan Heße bestreitet auf BILD-Anfrage jede Beteiligung an Vertuschung:

„Ich schließe für mich aus, einem Vorgehen zugestimmt zu haben, bei dem in Fällen sexuellen Missbrauchs von Gesprächsinhalten keine Protokolle angelegt oder gar Protokolle, Akten oder Gesprächsnotizen im Zweifel vernichtet werden sollen. Dies widerspricht nicht nur zutiefst meiner Überzeugung bei der Frage der Aufklärung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche, sondern auch meinem jahrzehntelangen Handeln in dieser Frage.“

Quelle Bild

Die von der Bild weiter zitierte Telefonnotiz muss dann wohl gelogen sein…

„Aus einer Gesprächsnotiz (des Erzbistums vom 3. November 2010) über ein Telefonat geht hervor, dass Pfarrer U. im Generalvikariat in einem Gespräch alles erzählt hatte. Es sollte über dieses Gespräch jedoch bewusst kein Protokoll angefertigt werden, weil befürchtet wurde, dass dies dann beschlagnahmefähig wäre. Aus diesem Grund sollten nur handschriftliche Notizen existieren, die notfalls vernichtet werden könnten. Herr Prälat Dr. Heße gibt zu diesem Vorgehen sein Einverständnis.“

Bild aaO

Leider decken sich die Recherchen der Bildzeitung mit meinen eigenen Recherchen um den Komplex Silz

Janis, oben im O-Ton, ist bis heute nicht vernommen worden, obwohl er missbraucht wurde. Angeblich weil er nicht geladen werden konnte oder nicht erschien – obwohl er in mehreren Verfahren zuverlässig immer anwesend war. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Der Speyrer Bischof hats damals genauso gehandhabt wie der oben genannte Hamburger Erzbischof: Aussitzen und beteuern alles richtig zu machen.

Damals wie heute waren und sind die Anweisungen des Papstes eindeutig. Unnachgiebig ermitteln und schützen. Gleichwohl meine ich, dass offenbar eher das nur auf dem Papier besteht, um den Imageschaden gering zu halten. Katholische Kirche zahlt Anwaltskosten bei Kindesmissbrauch ist einfach so bar jeglicher Nachvollziehbarkeit, dass es ehrlich wahr sein muss. So eine Lüge kann man gar nicht erfinden…

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/hamburger-erzbischof-stefan-hesse-an-vertuschung-beteiligt-koelner-priester-soll-73356546.bild.html

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