Kein Umgang, kein Unterhalt: Immer wieder wird die Auffassung vertreten, dass wenn ein Partner dem anderen dem Umgang verweigert, dann auch auch kein Unterhalt zu zahlen ist. Diese Meinung ist nicht nur falsch, sie gefährdet auch die gemeinsame Sorge. Der Lebensbedarf des Kindes muss gedeckt werden, und das hat nichts mit Umgang zu tun.

Kein Umgang, kein Unterhalt

Natürlich verstehe ich die Aufregung von betroffenen Vätern. Aber ist das Problem nicht vielmehr eine frühere falsche Partnerwahl?
Kein Umgang – kein Unterhalt ist Unsinn und verdeutlicht, dass der der dies fordert keine Ahnung hat wie man für Kinder da sein kann und muss als Vater, Mutter und überhaupt. Das ist Verantwortung pur, und es sollte nicht der Beziehungsstreit im Vordergrund stehen. Natürlich wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder eine Lösung. Aber solange das nicht politisch geändert ist, kann man nicht aus Selbstsucht dem Kind den Lebensunterhalt abschneiden. Zurecht verweist das Kammergericht Berlin insoweit darauf, dass Eltern die das Fordern eingeschränkt erziehungsfähig sind. Denn das eine hat mit dem anderen rechtlich wie tatsächlich nichts zu tun. Wer sein Kind (mit)bestraft für das Verhalten des Expartners, verkennt eben Bedürfnisse.

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