Was war das wieder für eine tolle Sendung: Sorgerechtscommunity: Selbstzerstörerisch. Wir haben mit Euch viele Aspekte diskutiert, und ich bin sehr dankbar für die kontroversen Ansätze, die ihr im Chat gebracht habt und die dann in den Stream eingang gefunden haben. Schaut es euch an, da kommt viel für alle bei rum…

Streit in der Sorgerechtscommunity

Man darf den Fokus nie vom Kind nehmen: Streit in der Community mit Helfern oder anderen Betroffenen oder Anwälten, Pranger, Angriffe nehmen den Fokus vom wesentlichen: Dem Fall, dem Kind, den drängenden Problemen. Oft steht dahinter mehr eigenes Bedürfnis der Mitteilung, was durchaus begründet sein kann, als ein Lösungsinteresse. Wer entscheidet denn, wer etwas richtig oder falsch macht? Gibt es neutrale Wege dies zu entscheiden? Eher nein. Deshalb führen diese Streitereien und Prangerangriffen nie zum Ergebnis, eher zu mehr streit und damit gefesselten Resourcen.

Gute Helfer finden in der Sorgerechtscommunity?

Was sind dann Kriterien, um die Qualität eines Helfers zu bewerten? Nur weil er nichts oder weil er viel verlangt, beweist gar nichts. Es gibt teure Anwälte, die wenig leisten, und gute Helfer für lau. Hier gelten die selben Grundsätze wie bei jedem Internetgeschäft: Vorher informieren, und Leistung-Gegenleistung klar definieren. Wer spendet, kann keine Gegenleistung erwarten, wer schenkt auch nicht. Wer einen Nichtjuristen engagiert kann weniger erwarten als bei einem Anwalt. Klare Vereinbarungen helfen hier Probleme zu vermeiden.

Wenn aber doch im Internet steht dass…

Nur weil jemand im Internet etwas behauptet, muss es nicht richtig sein. Wahrheit und Lüge liegen hier so nah beieinander… Bedenke: Oft gibt es persönliche Hintergründe und Streitereien, manchmal gibt es Neid oder Enttäuschung über nichterreichte Ziele. Klar ist: Im Sorgerecht kann niemand versprechen, schnell ein Kind herauszuholen. Man kann es versuchen und man kann versprechen viel Zeit zu investieren. Manche Rückführungen dauern Jahre, manche gelingen nie. Habt realistische Vorstellungen, dann findet ihr auch seriöse Helfer.

Arschkriechen gefordert

Wir hatten Gestern auch darüber diskutiert, ob man Arschkriechen müsse um sein Kind zurückzubekommen. Nein, muss man nicht. Aber man muss aufpassen (siehe oben) ob der Fokus noch richtig ist. Wenn das Ziel das Kind zu holen über allem steht, dann muss man diesen Preis auch zahlen. Ich halte es für wenig sinnvoll, sich hier als Opfer zu postulieren und alle Gegenmeinungen zu ignorieren.

Darf man die Wahrheit sagen

Darf man. Die Frage ist aber

Was erreiche ich damit?

Helfe ich damit meinem Kind?

Schließe ich Türen, die offen sind für eine Rückführung?

Das sollte man nie vergessen, egal bei was man tut.

Arbeitet zusammen. Baut eine Community ohne persönliche Eitelkeiten und ohne Angriffe auf. Stellt das Kind in den Fokus. Davon haben alle etwas.

Sonntag gehts weiter mit dem Community-Thema

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