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Politik und News

WIR2020: Bodo Schiffmann tritt zurück

Es ist eine Eilmeldung, die uns gestern erreichte, wenn auch keine Überraschung: WIR2020 Bodo Schiffmann tritt zurück als Vorsitzender der von ihm gegründeten Partei. Bodo Schiffmann tritt zurück – diese Meldung hatten wir ja bereits damals bei Widerstand2020. Ob die Streitereien rund um Kai Pauling den Ausschlag gaben, steht zu vermuten. Letztlich lautet die offizielle Mitteilung der Partei wie folgt:

Bodo Schiffmann tritt als
1. Vorsitzender bei WIR2020 zurück, bleibt aber natürlich als Unterstützer in der Partei.

Die letzten Wochen waren anstrengend und nervenaufreibend.
Umso wertvoller für die Bewegung und für WIR2020 ist es, dass Bodo Schiffmann seine unermüdliche und wichtige Aufklärungsarbeit leistet und sich vollends darauf konzentriert.
Er wird sogar international arbeiten und künftig auch Fernsehaufnahmen machen.

Die operativen Aufgaben in der Partei WIR2020, werden von den bestehenden und bewährten Teams, verantwortungsvoll und mit vollem Einsatz fortgeführt.

Wir freuen uns, auch künftig alle uns bevorstehenden Aufgaben mit euch allen gemeinsam zu bewältigen, der Verifizierungsprozess ist ja voll im Gang und der erste große Parteitag soll am 3. Oktober stattfinden.

Euer WIR2020 Team

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Er will also ins Ausland. Und ins Fernsehen. Bundeskanzler werden war ihm nicht mehr genug. Kann ich ja verstehen, ist bei Hybris durchaus normal, dass man immer mehr möchte. Was er bisher nicht geschafft hat: Irgendetwas zu Ende zu bringen. Deshalb ist er ein politischer Versager. Anfangen und Aufgeben ist nicht meine Mentalität, solche Menschen haben wir genug in diesem Land. Wir brauchen Leute die Aufstehen wenn sie umfallen.

Er verkennt auch seine Relevanz. Seine Relevanz ist seine Reichweite, nicht seine Inhalte. Die Inhalte, die Analysen liefern andere. Bhakdi, Wodarg und Co: Das sind Menschen die selbstständig auswerten. Er ist meiner Meinung nach nur ein Lautsprecher. Das mag er gut machen oder auch nicht, je nach Sichtweise.

Ich bin froh dass er weg ist. Weg. Weg. Weg. Politische Scharlatane gibt es in diesem Land genug. Nunmehr ist der Weg frei für eine legale Alternative Partei ohne Extremismus, ohne Führerdrang, ohne Machtbewusstsein. Nur endlich Menschen für Menschen.

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Datenleck: Schiffmann räumt Skandal bei WIR2020 ein – Schlammschlacht mit Pauling?

Schiffmann räumt Skandal bei WIR2020 ein: Irgendwie treffen meine politischen Vorhersagen immer ein. Für mein Fail – Video betreffend der WIR2020 Gründung wurde ich noch geflamed, für meine Kritik an der Ordnung der neuen Partei auch. Nun musste Dr. Bodo Schiffmann bekanntgeben, dass sich WIR2020 anscheinend zu zerlegen beginnt. Ein neuer Skandal scheint also ins Haus zu stehen. Schiffmann gab bekannt, dass der bisherige Verfasungshütter Dr. Kai Pauling Daten gestohlen haben soll. Nebenbei erfährt man, dass dieser Kai Pauling, nicht irgendwer in dieser illustren Skandalpartei, von seinen Ämtern abgewählt und enthoben worden sein soll. Wie beides gleichzeitig gehen soll, das erwähnt Bodo Schiffmann nicht. Für mich ist klar, dass hier alles im argen liegt. Entweder man wählt ab, oder man enthebt. Bei beiden kann, wenn Formalia nicht eingeahlten wurden, durchaus Anfechtbarkeit bestehen. Wir hatten dasselbe ja bereits beim Widerstand2020, was Ralf Ludwig ja nun zum Re-Start veranlasst hat.

Die versprochene Transparenz fehlt. Es wird nicht mitgeteilt, weshalb eine Enthebung stattgefunden haben soll. Es wird nicht mitgeteilt, was die Gründe für das Zerwürfnis sind. Hier wiederholt sich die Geschichte, Transparenz wird angekündigt, aber nicht durchgeführt. Dr. Kai Pauling war ja in der Ur-Fassung der Satzung neben Schiffmann der starke Mann und Verfasungshütter, also nicht irgendjemand. Kann man auf so ein sandiges Fundament eine Partei bauen?

Nebenbei erfahren wir, dass die Daten der Mitglieder an einen externen Dienstleister weitergegeben wurden. Wurden die Menschen vor dieser Datenverwendung ordentlich aufgeklärt? Eine kurze Prüfung dieser Aussagen in der Datenschutzerklärung auf Schiffmanns Webseite ergibt, dass eine Weitergabe NICHT mitgeteilt wurde und damit auch unzulässig ist.

Eine Partei fordert also Freiheitsrechte und geht mit der Datenfreiheit seiner Unterstützer so Antidemokratisch um? Ein unauflöslicher Widerspruch, und deshalb ist für mich das Ende auch dieser Parteibewegung offenkundig. Schiffmann hat Fans, aber sobald er nicht liefert, wird sich seine Partei erledigen. Und sind wir einmal ehrlich: Niemand braucht Parteien, die auf eine Person zugeschnitten sind. Wer Komödienstadel-Parteien sucht, findet genug Input bei SPD und CDU. Auch da hat WIR2020 keinen Platz. Eine traurige Entwicklung, weil wir alle eine solche Freiheitsbewegung sicher gut brauchen könnten. Aber wenn, dann Demokratisch und unabhängig von Personen: WIR2020 ist beides nicht.

Update 8.7.:
Hier das Video von Kai Pauling, der meine Vermutungen, dass es hinter den Kulissen einen Machtkampf und wohl auch rechtlich problematische Handlungen gibt, bestätigt