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Trump vs. Biden Debatte

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Trump vs. Biden Debatte – wer von Euch hat sie sich gegönnt? Ich hatte es mir ja echt überlegt, aber dann hat die Faulheit gesiegt. Und der Blick von Außen auf ein anderes Land ist ja immer auch geprägt von den Informationen, die man bekommt. Ich erhalte sicher mehr Bidenfreundliche Infos in Deutschland als Trumpfreundliche. Trotzdem möchte ich diesen Artikel nutzen, um meinen Eindruck der Trump vs. Biden Debatte wiederzugeben, die ich heute morgen dann in der Aufzeichnung angesehen habe.

Die Debatte lief erheblich kultivierter ab als die peinliche Veranstaltung vor einigen Wochen. Es wurde sachlich, beinahe langweilig argumentiert.

Trump vs. Biden – wer hat die Debatte gewonnen?

Wer gewonnen hat, das liegt wohl immer im Auge des Betrachters. ABC sieht Trump 51 zu 49 vor Biden. CNN 53 Biden, Trump 39. Die Washington Post setzt sich mit den Ergebnissen von Nachdebattepolls umfangreich auseinander.

Trump-Sohn Eric postete alle Daddyfriendly Polls

Und das ist wie immer die Erkenntis dieser Nacht: Das Ergebnis liegt im Auge des Betrachters. Der Vorgang wird so gesehen, wie es der eigenen Meinung entspricht. Und da sind wir schon bei den Inhalten.

Die Inhalte der Trump vs. Biden Debatte

Für die Trump-Fans natürlich die Angriffe auf Hunter Biden, Joe Bidens Sohn. Just vor der Debatte zauberte das Trump Team einen „Zeugen“ aus dem Hut, der die Geschäfte mit China und die Kenntnisse des Vaters belegen sollen. Ein Trump Fan wird hier natürlich freudig erregt skandieren: „Sperr sie ein“, den Kampfslogan, der bereits gegen Hillary Clinton funktionieren sollte.

In diesem Zusammenhang ist es erstaunlich, dass aus diesen Polls wohl nur wenig oder keine Vorteile für Trump gelesen werden können. Sind es die Bürger etwa Müde, die immer selben unbewiesenen Theorien zu hören? Und welche Fähigkeiten hat ein Präsident, der seit Monaten diese angebliche Korruption nicht belegen kann? Offensichtlich wenige. Ich denke, das amerikanische Volk wird das auch erkennen. Zumindest die, die zuhören.

Eine weitere Steilvorlage lieferte allerdings Sleepy Joe selber. Als es um Fracking ging, meinte er plötzlich er würde die Öl Industrie nicht mehr unterstützen. Dieser Fauxpas kann in der Tat dem wirtschaftsfreundlicheren Trump nutzen, wenn er es schafft hier die Ängste der Menschen zu bündeln. Ob es einen Vorteil gibt gegenüber denjenigen, die die Zukunft in modernen Techniken sehen, bleibt aber zweifelhaft.

Die anderen Themen waren dann doch eher nach Bidens Geschmack. Corona, Corona, Corona. „Das ist der Mann (Trump), der Euch versprochen hat an Ostern ist die Pandemie beendet“. Eine hervorragende Erwiderung auf alle Versprechen, jetzt sei es bald vorbei.

Biden hatte ausreichend Gelegenheit, sich als staatsmännisch zu präsentieren, wirklich verteidigen musste er sich nicht. Dabei mag es auch ein Fehler der Trump Kampagne gewesen sein, das Hunter Biden Thema so früh zu lancieren. Da konnte sich der Ex-Vizepräsident hervorragend vorbereiten. Auf die Vorwürfe in China Geld zu verdienen hatte es Biden leicht, zu parrieren nur einer, Trump, hätte dort Geld verdient.

Lehren aus der Debatte

Das Ergebnis liegt im Auge des Betrachters. Deutlich wir das an einem Vorwurf, den beide Seiten der anderen machen: Warum hast Du in all den Jahren Deine Pläne nicht längst umgesetzt? Das kann man Biden als Senator oder Vizepräsident von Obama vorwerfen, aber eben auch Trump, der vier Jahre ja Zeit hatte America great again zu machen.

Wer aus meiner Sicht gewonnen hat? Die Demokratie, wenn gesittete Debatten auch in Amerika wieder möglich sind. Und gleichzeitig ist sie der größte Verlierer. Wenn die Debatte zeigt, das Trump mit dem immer selben Schema – behaupten, nie belegen – seine Wähler mobilisieren kann, die nicht erkennen dass er das System besser ausnutzt als die Berufspolitiker, dann ist dies ein Beweis, dass die Politik keine Inhalte mehr benötigt. Phrasen und Schmutzkampagnen reichen aus.

Auch in Deutschland bemerke ich diese Probleme. Die Menschen erkennen nicht den Unterschied zwischen Behauptung und Beweis, zwischen Mythos und Fakten. Und das macht mir sorge. Weil so die Welt frei wird für Rattenfänger, nicht nur in Hameln.

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