Ist Vegane Ernährung Kindswohlgefährdend?
In Australien haben zwei Eltern ein Kind mit radikalveganer Ernährung fast umgebracht und wurden zurecht verurteilt. Doch wo ist die Grenze? Wenn der Staat sich in die Familiengepflogenheiten einmischen darf, sind wir dann noch frei unsere Kinder zu erziehen oder müssen wir erziehen lassen? Wer bestimmt? Der Staat oder die Eltern? Meine Meinung zum Thema…

Die Eltern hatten ihr Baby in den ersten anderthalb Lebensjahren strikt ohne Fleisch oder andere Lebensmittel von Tieren ernährt. Das Mädchen bekam Obst, Haferflocken, Kartoffeln, Reis, Tofu, Brot, Erdnussbutter und Reismilch. Das Kind war dann erst so weit entwickelt wie normale Kleinkinder im Alter von drei Monaten.

Ernährung sei „Verantwortung aller Eltern“

Mit 19 Monaten hatte es noch überhaupt keine Zähne und wog nicht einmal fünf Kilogramm. Der Fall wurde erst bekannt, als das Mädchen mit Krämpfen ins Krankenhaus musste. Im Prozess hatten sich Mutter und Vater schuldig bekannt, das Kind vernachlässigt und in Gefahr gebracht zu haben. Als Höchststrafe wären fünf Jahre Haft möglich gewesen.

Dem „Guardian“ zufolge litt das Kind an einer Knochenkrankheit, die zu verhindern gewesen wäre. Es war zudem auch nicht geimpft.

Bei der Bekanntgabe des Urteils schluchzten die Eltern. „Es liegt in der Verantwortung aller Eltern, dafür zu sorgen, dass die Ernährung ihrer Kinder ausgewogen ist und ausreichend Nährstoffe enthält, um richtig zu wachsen“, sagte Richterin Huggett. Das Kind ist jetzt in der Obhut von Verwandten. Die leiblichen Eltern dürfen es regelmäßig besuchen.

Quelle

Natürlich will ich diesen Extremfall nicht diskutieren. Ich sehe das Risiko auch wie der vegane Verbandschef, dass man jetzt pauschal gegen Eltern wettert die ihre Kinder anders erziehen. Und genau das ist die Angst die ich habe. Dass der Staat mehr vorschreibt, weil Eltern versagen, schrecklich versagen. Ist Vegane Ernährung also Kindswohlgefährdend? Oder ist es nicht so wie immer, dass es die Eltern sind oder der Staat?

Eure Meinung ist gefragt. Kommentiert bitte fleissig.

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