GdB und Sozialrecht

Vorteile des Grades der Behinderung

Vorteile des Grades der Behinderung: Bestimmte Krankheitsbilder ermöglichen es, einen Grad der Behinderung (GdB) zu erhalten. Diese sind durch ärztliche Untersuchungen und gegebenenfalls Gutachten zu untermauern. Je nach Grad der Behinderung haben Betroffene unterschiedliche Vorteile. Sobald ein Grad der Behinderung vorliegt, bekommt man einen entsprechenden Ausweis.

Mindestens Grad der Behindung von 30 für Vorteile

Erst ab einem GdB von 30 treten konkrete Vorteile ein: So kann man die Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten feststellen lassen, was insbesondere arbeitsrechtlich von Vorteil ist. Darüber hinaus bekommt man einen Steuerfreibetrag von 310 Euro.
Ab einem Grad der Behinderung von 40 erhöht sich der Steuerfreibetrag um 120
Euro auf 430 Euro.

Der Grad der Behinderung von 50 stellt eine weitere große Schwelle dar. Man gilt
offiziell als schwerbehindert. Damit greifen ein besonderer Kündigungsschutz und
weitere Möglichkeiten der Bevorzugung im Arbeitsrecht. Ohne Zustimmung der entsprechenden Behörde ist eine Kündigung nicht mehr möglich. Der Steuerfreibetrag steigt um weitere 140 Euro auf dann 570 Euro. Man kann sich außerdem von Mehrarbeit befreien lassen, bekommt Zusatzurlaub und weitere besondere Förderungen.
Die Pensionierung beziehungsweise die Altersrente kann ohne Nachteile vorgezogen werden und Betroffene erhalten Freibeträge beim Wohngeld.

Ab einem GdB von 60 erhöht sich der Steuerfreibetrag auf 720 Euro. Außerdem reduziert sich die Belastungsgrenze für Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenkasse. Mit einem Grad der Behinderung von 70 wird der Steuerfreibetrag auf 890 Euro erhöht. Die tatsächlichen Fahrtkosten werden als Werbungskosten eingesetzt, wobei
grundsätzlich bei jedem Arbeitnehmer eine Berücksichtigung stattfindet. Die Bahncard 50 kann zum halben Preis erworben werden.

Vorteile des Grades der Behinderung von 80

Der GdB von 80 bedeutet einen Steuerfreibetrag von 1060 Euro. Der Abzugsbetrag für Privatfahrten bis zu 3000 Kilometer liegt bei 30 Cent, was weitere 900 Euro Freibetrag beim Wohngeld bedeutet. Im Rahmen der sozialen Wohnbauförderung wird ein Freibetrag bei der Einkommensermittlung eingesetzt.

Der Grad der Behinderung von 90 erhöht den Steuerfreibetrag auf 1230 Euro.

Der GdB von 100 setzt den Steuerfreibetrag auf 1420 Euro. Der Wohngeldfreibetrag beträgt 1500 Euro. Betroffene können früher über Sparkassensparbeträge nach dem Wohnbauprämiengesetz verfügen.
Generell gilt, dass sich die Vorteile aufeinander aufbauen. Wer also einen GdB von 100 hat, genießt auch die zuvor genannten Vorzüge.

Weitere Vorteile können sich aus entsprechenden Nebenzeichen ergeben, beispielsweise besondere Parkausweise.
Betroffene sollten mindestens einen Grad der Behinderung von 30 anstreben, um die genannten Vorteile zu erhalten.

Mehr Videos zum Thema findet Ihr hier.

2 Kommentare zu “Vorteile des Grades der Behinderung

  1. Anne Degenhardt

    Es geht nicht um Vorteile aufgrund einer Behinderung sondern um „Nachteilsausgleich“!

    • mlanghans

      in der theorie. aber es sind vorteile. da kannst du reden wie du möchtest. dass diese mit nachteilen einhergehen, ist klar. wenn ich nicht sehen kann sind die paar kröten steuervorteil eh ein witz. aber ein vorteil. das nichtsehen wird damit aber kaum ausgeglichen, oder?

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