Was wurde eigentlich aus dem Fall „Rebecca Reusch“? Diese Frage stelle ich mir heute genauso oft wie die letzten Monate. Erst wurde mehrfach der Schwager medial durchs Dorf getrieben. Und erst wurde mehrfach alles getan den Eindruck zu erwecken dass es eine Gewalttat gab, obwohl bisher keine Indizien oder Hinweise auf eine Gewalttat bekannt sind. Und trotzdem fällt es auf, wie laut die Behörden schweigen

Fall „Rebecca Reusch“

Ich bin schon der Meinung, dass es an der Zeit wäre öffentlich einiges richtig zu stellen. Wer Menschen medial hinrichtet muss auch die Eier in der Hose haben medial zu sagen wir lagen daneben oder unser Verdacht hat sich nicht bestätigt.

Ob Rebecca Reusch lebt oder lange tot ist – wir wissen es nicht. Für Kind und Familie wünsche ich mir natürlich ersteres.

Dieser Fall zeigt wieder, wie eng die Grenzen heute sind. Eine einzige Pressemitteilung geht durch alle Medien, und zwar nachhaltig und monatelang. Da muss man eben auch genauer überlegen was man postet. Natürlich waren die Medien ja auch Schuld als man jede Polizeiaktion minutiös berichterstattet hat.

Nunmehr wird neu berichtet, dass man vielleicht doch zu voreingenommen war. Profiler vertreten die These, dass man auch möglichen Unfall in die Erwägungen einbeziehen müsste.

Die Fokussierung des Verdachts auf den Schwager sei „zwar durchaus nachvollziehbar und bot sich zunächst auch an“, sagt Petermann zu FOCUS Online. Denn aus gesammelten Informationen ergäbe sich oft eine Spur und eine Theorie, die man dann schwerpunktmäßig verfolge. Wenn der Verdacht besonders stark ist, passiere es immer wieder, dass man sich sehr auf eine Theorie versteife, weil man den Verdacht natürlich erhärten und einen möglichen Täter überführen wolle. „Nur hat das manchmal eben leider auch zur Folge, dass andere, zunächst weniger plausibel erscheinende Theorien für einen angenommenen Mord dann einfach automatisch vernachlässigt werden

Focus

Wir werden weiter Berichten, aber nicht um der Sensationsgier willen.

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